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Der Y-Fehler

Mon, 01 Dec 2008 09:45:05 +0100

Ypsilanti und kein Ende. Was war denn nun der Fehler gewesen? Sie selber behauptet ja, der einzige Fehler war, sich vorher gegen die Linken ausgesprochen zu haben. Nun, das war sicher ein Fehler. Ein taktischer Fehler. Und auch noch völlig unnütz.

Aber das war es eher nicht, was das Wahldebakel verursacht hat. Wie ihr Nachfolger Schäfer-Gümbel richtig anmerkt: Der Fehler war der Wortbruch. Das ist auch meiner Meinung nach richtig. Dabei bin ich mir aber nicht sicher, was er damit genau meint. Nicht ein eventuell angestrebtes Bündnis mit den Linken ist der Fehler. In diesem Punkt bin ich mir nicht sicher, was Schäfer-Gümbel hier meint. Eine Partei wie die SPD kann ein Bündnis mit den Linken eingehen, warum nicht. Oder sie kann es auch bleiben lassen. Ist auch in Ordnung. Aber Wortbruch ist nicht in Ordnung. Das war ein großer Fehler.

Nicht, dass Ypsilanti diesen politischen Wortbruch erfunden hat. Ein Zitat von Adenauer lautet beispielsweise: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Wortbrüchig zu sein scheint eine der hervorstechendsten Eigenschaften des gemeinen Politikers zu sein. Bei Ypsilanti ist dieser Wortbruch nur, im Unterschied zu all den vielen Wortbrüchen anderer Politiker, aktuell.


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