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Konsumscheck

Fri, 05 Dec 2008 11:08:45 +0100

Konsumschecks werden z.Zt. in Deutschland als Weg aus der Krise diskutiert. In den USA hat man bereits Erfahrung damit. Ergebnis: Als Kunjunkturankurbler Blödsinn und wirkungslos.

Konsumschecks könnten durchaus Etwas bringen. Jedenfalls einem bestimmten Personenkreis: Obdachlosen und Hartz4-Empfängern. Allerdings sollte es dann mit diesen Konsumschecks nicht um Luxusgüter gehen, sondern um Lebensnotwendiges. Also Lebensmittel und jetzt im Winter um Heizöl (oder Kohle oder Holz). Klar, dass das die Konsumgüterindustrie kaum ankurbeln wird. Aber die Menschen hätten das dringend nötig.

Wenn man den Aufwand für die Lebensmittel-Gutscheine sparen will, kann man diese auch Organisationen zukommen lassen, die z.B. öffentlich eine warme Mahlzeit anbieten. Das würde immer noch Denjenigen zugute kommen, die das dringend brauchen.

Darüberhinaus wäre eine steuerliche Abzugsmöglichkeit für Energiekosten bis zu einer bestimmten Höhe nützlich. Dabei meine ich aber nicht unbedingt eine Höhe in soundsoviel Euro. Eher so, dass z.B. pro Winter eine Menge von 500L Heizöl (oder das Äquivalent davon in Holz oder Kohle) pro Person steuerlich absetzbar sein sollte. Vollständig. In ähnlicher Weise könnten Grundnahrungsmittel steuerlich absetzbar sein. Es ist schon irgendwie wiedersinnig, dass Jemand, der sich ein Brot kauft, dafür dem Staat auch noch Steuern zahlen soll. Dass Luxus Steuern kosten soll, kann ich einsehen. Aber Lebensnotwendiges?


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