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Na endlich

Fri, 24 Oct 2008 19:33:02 +0200

Na endlich! Jetzt hat es auch eine richtig wissenschaftliche Studie herausgefunden: Wer auf Spitzen positionen ein gewinnabhängiges variables Gehalt bezieht, arbeitet deswegen nicht besser, sondern in aller Regel schlechter. Das variable Gehalt führt dazu, durch kurzfristige riskante "Optimierungen" vor Allem das eigene Gehalt zu optimieren. Und als einen der möglichen Lösungswege schlägt die Wissenschaftlerin Margit Osterloh vor:

Mit dem variablen Anteil an den Managergehältern muss nicht der kurzfristige, sondern der langfristige Unternehmenserfolg honoriert werden. Manager sollten nicht nur an den Erfolgen, sondern auch an den Risiken beteiligt werden.

Soso, endlich gelangt man hochwissenschaftlich zu genau der gleichen Erkenntnis wie ich schon vor einiger Zeit als kompletter Laie. Naja, besser spät als nie. Aber ich befürchte, daraus wird Nichts werden. Wer so viel Geld gewohnt ist, und an eben diesem Einkommen seinen Erfolg und seinen Wert misst, der wird nie wieder auf solch ein Gehalt verzichten wollen. Und, wie in dem Interview korrekt angemerkt wird, ist solch ein Gehalt nur zum Teil eine Marktfrage, und zu einem größeren Teil eine Machtfrage. Und wer die Macht hat, gibt sie nicht wieder her. Alles, was wir nun haben, ist eine wissenschaftliche Studie, die beweist, dass die exorbitanten Managergehälter eben Nichts mit Marktwirtschaft zu tun haben, sondern reiner und purer Egoismus sind. Ungebremste Gier auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung.


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