Ich habe mich ja schon oft darüber ausgelassen. Jetzt bringt es Tobias Redmann mal aus einer anderen Perspektive: SEO. Es ist absolut richtig, dass eine Suchmaschine mit dem, was fast alle Webdesigner unter Webdesign verstehen, überhaupt Nichts anfangen kann. Die Software, die die Suchmashcine nun mal ist, hat werder Augen, das schöne graphische Design zu bemerken, noch ein Gehirn, um dieses nicht bemerkte graphische Design zu bewerten.Webdesign ist mehr als Bildchen malen. Es ist auch mehr als Bildchen malen und ein par Texte dazu schreiben. Und auch das Ganze wie in MS Word irgendwie zusammen zu schieben reicht noch nicht. Und im Nachhinein zu versuchen, noch ein paar SEO-Optimierungen reinzufrickeln tut's auch nicht. Webdesign fängt bei Informationsdesign an. Hier kommen die SEO Aspekte, neben anderen, zum tragen. Erst, wenn dieses Informationsdesign fertig ist, dann kommt die werbewirksame Präsentation dieser Informationen, est dann kommt das graphische Design. So lange Webseiten hauptsächlich für Menschen gemacht werden, ist dieser Punkt nicht weniger wichtig oder weniger wert als das Informationsdesign. Aber ohne Informationsdesign ist das graphische Design schlicht gar Nichts wert.
Dazu kommt, dass der Mashup-Gedanke allmählich Fuß fasst. Das bedeutet, dass die Inhalte primär, also dort, wo die Inhalte erstellt werden, nicht mehr für Menschen gemacht werden, sondern für Maschinen. Diese Maschinen (Programme) können beispielsweise direkt beim Surfer eine Webseite zusammenbauen aus diesen für die maschinelle Benutzung optimierten Inhalten. Das geht aber eben nur, wenn diese Inhalte auch von Maschinen (Programmen) verwertet werden können. Die auch heute noch übliche html Tagsoup ist aber definitiv nicht für die Verarbeitung durch Maschinen geeignet.
Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.
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Warum ist Webdesign was Anderes als Grafikdesign?
Sat, 02 Feb 2008 16:06:06 GMT
