Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Kommerz vs. Blog?
  1. Kommerz vs. Blog?

    Sun, 06 Apr 2008 11:10:40 GMT

    Nicht nur in der Bloghütte, ganz allgemein in der Blogosphäre gibt es seit längerem heiße Diskussionen darüber, ob Werbung (oder Kommerz im Allgemeinen) mit dem "freien" (aka "anständigen") Bloggen vereinbar sei. Robert Basic als ein inzwischen waschechter Kommerzblogger wird dabei gerne auch mal angegriffen. Vor Allem von Denen, die mit ihrem Blog Nichts verdienen. Oder eigentlich, besser gesagt, die für das Bloggen kein Geld bekommen (was sie verdienen im Sinne des Wortes, das ist eine ganz andere Sache).

    Meiner bescheidenen Meinung nach ist diese ganze Diskussion Blödsinn. Wenn Jemand von seinem Blog leben kann: Schön für ihn. Warum auch nicht. Wir müssen Alle irgendwie unsere Brötchen bezahlen. Wenn ich vom Bloggen leben könnte, ohne deswegen das eigene Denken aufgeben zu müssen, würde ich das mit Freuden tun. So what?

    Ob sich nun Jemand, egal wer, im negativen Sinne des Wortes hat "kaufen lassen", das wird nur der Blogger selber beurteilen können. Jeder weiss, das Robert Basic von seinem Blog lebt. Na und? Was hat diese Tatsache damit zu tun, ob er sich eventuell von wem auch immer hat kaufen lassen, oder ob er nach wie vor schreibt, was er für richtig hält? Jeder weiss, dass er davon lebt, Jeder kann seine Artikel lesen, also kann sich da Jeder seinen eigenen Reim drauf machen. Und wer meint, das, was Robert schreibt, sei alles nur kommerzieller Quatsch, der braucht es ja nicht zu lesen. Das ist ja das Schöne an der Blogosphäre: Die Vielfalt der Informationen und Informanten ist für Jeden frei verfügbar. Wer Roberts Blog gerne liest, aus welchem Grund auch immer, der liest es eben. Und wer nicht, sollte es eben bleiben lassen. Das ideologisch/religiös fundamentalistische Rumgehacke auf seiner Kommerzialität ist überflüssig.