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  1. 500 Millionen Dollar gegen den Hunger
  1. 500 Millionen Dollar gegen den Hunger

    Tue, 29 Apr 2008 20:11:24 +0200

    Die UNO appelliert an die reichen Staaten, 500 Millionen Dollar für die Soforthilfe gegen den Hunger zu spenden. Hmmm, da hat er die Falschen angesprochen. Eigentlich würde es reichen, wenn er einen einzigen Menschen anspräche. Der Rekordabkassierer kassierte im vergangenen Jahr das Doppelte davon: Eine Milliarde Dollar. Der könnte problemlos diese Soforthilfe leisten.

    Auch in den reichen Staaten gibt es eine gewisse Menge an Topkassierern, die hier problemlos einspringen könnten. Wer 10 Millionen Euro im Jahr kassiert, könnte problemlos 10 Millionen US-Dollar spenden. Das wäre die Hälfte, und mit 5 Millionen Euro ließe sich immer noch in Saus und Braus leben.

    Doch so, wie es aussieht, werden wieder einmal die Armen in diesen reichen Ländern die Zeche zahlen. Damit der Sprit der schwer gepanzerten Straßenkreuzer weiter zur Verfügung steht, werden wertvolle Nahrungmittel zu Sprit verarbeitet, und die Ärmsten der Welt hungern. Zahlen sollen das die nicht ganz so armen in den Industrieländern. Und diese Armen werden das auch tun. Teilweise, weil sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind, teilweise, weil man ihnen keine andere Wahl lassen wird. So ist das mit der Verantwortung eben. Der Haken daran ist einfach nur, dass Diejenigen, die angeblich so viel Verantwortung tragen, und deswegen angeblich berechtigterweise so viel kassieren, diese Verantwortung, für die sie ja angeblich bezahlt werden, weit von sich schieben. Sie kassieren also vür eine Leistung, die sie nicht erbringen. Im Grunde wie Hartz IV Empfänger. Die kassieren auch für eine Leistung, die sie nicht erbringen. Im Unterschied zu den Topkassierern allerdings nur einen Hungerlohn, der kaum ausreicht zum Überleben.

    Wie allgemein bekannt ist, werden Hartz IV Empfänger oft genug als "Schmarotzer" der Gesellschaft betitelt. Also, ein Hartz IV Empfänger, der für das Nichtstun 500 Euro im Monat bekommt, und sich dafür jede Menge Demütigungen von Seiten der Jobcenter und anderer Behörden gefallen lassen muss, ist also ein Schmarotzer der Gesellschaft. Ein Scharotzer für 500 Euro pro Monat. Also für 6000 Euro pro Jahr. Was ist dann ein solcher, der für das Nichtstun 6 Millionen Euro pro Jahr kassiert? Der müsste dann doch tausend mal mehr ein Schmarotzer sein. Also, ich finde, all die Maßnamen gegen Hartz IV Empfänger soltle man tausendfach verschärft gegen diese Abkassierer anwenden. Das wäre nur gerecht.

    Alternativ könnte man natürlich auch die Hartz IV Empfänger menschlich behandeln.