Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Sachen gibt's
  1. Sachen gibt's

    Mon, 05 May 2008 18:41:42 +0200

    Sachen gibt's, die gibt's gar nicht. Jetzt bin ich fast ein Jahr lang arbeitslos, weil die Firma, für die ich vorher gearbeitet habe, von der amerikanischen Mutterfirma liquidiert wurde. Und gestern finde ich eine Anzeige im Darmstädter Echo. Da sucht eine Firma Nanosec nach einem Softwareentwickler für Steuerungen von Lasergravurmaschinen für Chipkarten und Reisepässe. Also exakt und genau das, was ich vorher gemacht habe. Und dann auch noch in Darmstadt. Passt wie die Faust auf's Auge. Besser könnte es gar nicht sein.

    Dann bekomme ich auch noch die URL der Website heraus, gehe auf Impressum, und mein Verdacht bestätigt sich: Einer der beiden Geschäftsführer ist der frühere Geschäftsführer der Firma, in der ich gearbeitet habe.

    Auch, wenn unter dem damaligen Geschäftsführer nicht unbedingt Alles eitel Sonnenschein war, im Großen und Ganzen habe ich damals sehr gerne für diese Firma gearbeitet. Erst die Amerikaner haben es geschafft, diese Firma zu ruinieren. Der Geschäftsführer von damals ist zwar Jemand, der gerne auch mal halb Darmstadt zusammenbrüllt, aber er ist auch Jemand, der weiss, was er will, und wo es lang geht. Und Jemand, der diese Zukunftsvision auch umsetzt. Nicht wie in den amerikanischen Firmen, wo nur noch defensiv gearbeitet wird. Nein, unter diesem Geschäftsführer wird offensiv gearbeitet. Das kann zwar gelegentlich Stress bedeuten, und es bedeutet (zu) of Überstunden, aber es bedeutet auch Herausforderung und Erfolg. Mein persönlicher Erfolg. Und das ist mir trotz der Nachteile immer noch um Größenordnungen lieber als dieses defensive Herumsitzen ohne Zukunfstaussicht (und wie man gesehen hat, auch ohne Zukunft) bei den Amerikanern.

    Ich kann nur hoffen, dass ich diesen Job bekomme.