Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Naturkatastrofe Mensch
  1. Naturkatastrofe Mensch

    Fri, 16 May 2008 19:39:18 +0200

    Seit einiger Zeit ist ein Artensterben zu beobachten, wie es das letzte Mal stattfand, als die Dinosaurier ausstarben. Die Arten sterben durch viele Ursachen aus, darunter auch durch den Klimawandel. Jetzt sorgt man sich allmählich darum. Man will versuchen, die Aussterberate wenigstens zu bremsen. Als Argument wird hier der ökonomische Vorteil der Artenvielfalt herangezogen. Ein Argument, das eigentlich ziehen sollte.

    Doch so lange die Mehrheit der Menschen noch immer leugnet, dass der Klimawandel im Wesentlichen von Menschen gemacht ist, oder sogar leugnen, dass der Klimawandel überhaupt stattfindet, so lange wird die Mehrheit der Menschen auch leugnen, dass ein massives Artensterben stattfindet. Oder man leugnet, dass dieses Artensterben irgendeine Bedeutung hätte. Was bedeuten denn schon ein paar Käfer oder ein paar Sträucher? Ungeziefer oder Unkraut, dass wir bedenkenlos vernichten.

    Aus Christlicher Sicht hat das einen erschreckenden Nebenaspekt. In der Bibel wird ja (in der sogenannten Offenbarung) von der Apokalypse erzält. In Etwa das, was der Volksmund salopp als "das Ende der Welt" bezeichnet. Für einen Christen ist dieser Zeitpunkt dann gekommen, wenn Christus zurückkehrt, die Seinen mitnimmt, und den Rest sich selbst überlässt.

    Niemand weiss den genauen Zeitpunkt. Aber ich habe ein paar andere Überlegungen angestellt. Schließlich heisst es ja auch, dass die gesamte Schöpfung auf seine Rückkehr wartet. Das bedeutet, dass dann eigentlich die Tiere und Pflanzen mitgenommen werden müssten. Dann allerdings hätte der zurückgebliebene Teil der Menschen Grund zu der Behauptung, Gott hätte ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Also: Tiere und Pflanzen hier lassen geht nicht, sie dann mitnehmen geht auch nicht. Was bleibt? Die Menschen werden die Schöpfung vorher vollständig zerstören. Damit müssen sich die Zurückgebliebenen dann diesen Vorwurf der Zerstörung der Lebensgrundlage selber machen, und Gott muss ihnen Nichts wegnehmen, da Nichts mehr da ist, was weggenommen werden könnte. Ich schätze also mal, dass, wenn es Jemanden gelingen sollte, das Artensterben korrekt bis zum Punkt Null (dem Aussterben der letzten Art) zu berechnen, dann hat man auch etwa den Zeitpunkt, an dem Christus zurückkehren wird. Diese Extrapolation ist natürlich mit vielen Unwägbarkeiten behaftet, aber so ungefähr könnte eine Extrapolation schon hinhauen.

    Denn Eines zeigt die Erfahrung: Trotz mahnender Stimmen wird die Menschheit nicht aufhören, diese Welt zu zerstören. Die Zerstörung endet erst, wenn es Nichts mehr zu zerstören gibt.