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Blogmail

Fri, 07 Aug 2009 18:56:14 +0200

Rorkvell hat ja noch immer den Nachteil, dass man hier nicht kommentieren kann. Und ich versuche mal wieder, das, so gut es geht, zu ändern. Irgendwelche PHP Scripte, die auf dem Server laufen, sind leider nicht möglich: Mein Provider bietet für diesen Webspace Sowas nicht. Abr ich hatte ja schon früher mal ein Experiment mit Kommentaren via e-mail gestartet. Und bei der Gelegenheit: Warum nicht auch meine Blogposts über e-mail absenden? Der Rechner kann zu Hause vor sich hin rödeln und alle 10 Minuten mal nach neuen Posts schauen. Und Kommentare dann auch gleich. Aber zunächst mal die Blogposts.

Erste Anforderung dabei ist: Es muss sicher gestellt sein, dass nur Posts, die auch wirklich von mir kommen, veröffentlicht werden. Ich will hier definitiv keinen Spam, schon gar nicht als Posts. Daher habe ich mich entschlossen, dafür eine neue e-mail Adresse einzurichten. Lokal schaut fetchmail dann auf dem Server nach neuen Mails. Diese werden an procmail weiter geleitet. Dieser ruft zunächst SpamAssassin auf. Bei Spam wird gleich aussortiert. Vermutlich kann ich diesen Schritt aber auch weg lassen. Denn im zweiten Schritt wird auf eine PGP-Signatur geprüft. Wenn die in Ordnung ist, dann ist es ein Blogpost. Wenn nicht: ⇒ Müll. Das procmail receipe sieht momentan so aus:

# Mail dir is /home/siegfried/.mozilla-thunderbird/xsfsz2ti.default/Mail/pop.1und1-1.de SHELL=/bin/bash MAILDIR=/home/siegfried/.mozilla-thunderbird/xsfsz2ti.default/Mail/pop.1und1-1.de LOGFILE=/home/siegfried/procmail.log LOG="--- Logging ${LOGFILE} for ${LOGNAME}, " # Check for spam :0fw: spamassassin.lock |/usr/bin/spamassassin # Trash spam detected by SpamAssassin :0 * ^X-Spam-Status: Yes /dev/null # Check GPG signature :0B: gpg.lock * --BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-- { :0f | tee test.msg :0fw |gpg --verify -q :0a |cat test.msg | /usr/bin/perl /home/siegfried/public_html/r2/n.pl :0e |cat } # Drop anything else :0: /dev/null

Das ist sicher noch verbesserungsfähig, aber für den Moment langt es. Und das Perl Script wird bald dazu dienen, diese Mail zu verwursten und als RSS Datei zu veröffentlichen. Für die Umwandlung nach (X)HTML kommt bewährterweise XSL zum tragen. Prinzipiell schon mal recht gut.

Für den Fall, dass dieser Mail eine Visitenkarte angehängt ist, werden die Daten ebenfalls verwertet. So kann der Name (falls aus dem From: Geader noch nicht bekannt) sowie die Homepage extrahiert werden. Praktisch. Brauche ich zwar für meine eigenen Posts nicht, aber später für die Kommentare, die in gleicher oder ähnlicher Weise hier verwurschtelt werden sollen. Und für sehr viel später wäre so auch ein Blog denkbar, in dem mehrere Autoren schreiben. Die Authentifizierung und Authorisierung erfolgt mittels der PGP-Signatur. Wer im lokalen Keyring einen signierten PGP-Schlüssel hat, ist berechtigt, einen solchen Blogpost zu schreiben. Eigentlich genial einfach.

Jetzt muss ich noch sehen, wie ich die verschienenen Möglichkeiten, die e-mail bietet, auf die reihe kriege. Bislang verwende ich reine Text-Mails. Denkbar wäre eine textile Formatierung.

Für die Postings muss die Mail natürlich ein bestimmtes Format haben. Da greife ich auf das zurück, was ich bereits habe. Für Kommentare ist das egal, da braucht es kein Format. Einfach schreiben, wie man es gewohnt ist, reicht. Desweiteren kann ich auf diese Weise per SpamAssassin Spamkommentare gleich mal ausfiltern. Das löst ein bislang ungelöstes Problem. Denn bei meinem letzten Versuch hatte ich 100% Spam. Das war nicht schön. Für Kommentare ist keine PGP-Signatur nötig. Aber ich könnte mir denken, dass bei einer gültigen PGP-Signatur SpamAssassin übersprungen wird. Mal sehen.

Morgen geht's weiter. Da werde ich die per Mail eintrudelnden Blogposts erst mal in ein Testblog einfließen lassen. Allerdings dürfte es sich kaum lohnen, da rein zu schauen.

Desweiteren habe ich vor, mit Hilfe meines Blogs eine Art Wissensdatenbank aufzubauen. Erste rudimentäre Versuche in der Art habe ich ja schon. Das kann deutlich ausgeweitet werden. So werde ich in Zukunft nicht nur meine eigenen Blogpostings in diese Datenbank eintragen, sondern auch in meinen Artikeln verlinkte Blogs. Das könnte sicher interessant werden.


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