Diese provokante These vertritt
Gerry McGovern
in seinem Artikel bei CMSWIRE. Er begründet seine These anhand seiner Sicht als
Kunde auf einen "Service" der New Zealand Air Line. Da wird der Kunde darüber
informiert, dass New Zealand Air Lines einen neu designten e-mail Service hat. Und Gerry
denkt sich: Was zum Henker interessiert mich das?
. Wenn, dann interessiert
er sich dafür, ob diese Fluglinie irgendwelche interessanten Angebote hat. Er hat
kein Interesse in Designs, redesigns, bee-designs, knee-designs or we-designs
.
Diese Sicht kann ich sehr gut nachvollziehen. Design ist nicht Selbstzweck.
Dass Jemand ein neues Design seiner Webseite hat, das interessiert allenfalls
den Eigentümer dieser Seite sowie den Designer. Den Kunden interessiert nur
Eines: Der Inhalt. Und dass er diesen Inhalt sauber und leicht konsumierbar
präsentiert bekommt. Letzteres hat viel mit Design zu tun. Aber nicht das Design
ist es, das hier präsentiert werden soll, sondern die Informationen. Design als
Mittel zum Zweck und nicht als Selbstzweck.
Vielleicht ist die These ein Wenig provokant. Aber abwegig ist sie ganz bestimmt nicht. Gutes Design interessiert keine Sau. Gutes Design wird gar nicht bemerkt. Gutes Design bewirkt, dass der Inhalt bemerkt wird. Schlechtes Design wird bemerkt. Diese Art der Aufmerksamkeit dürfte aber eher unerwünscht sein.
Vermutlich ist es etwas überspitzt, aber aus obigen Fakten lässt sich schlussfolgern, dass, wenn Design bemerkt wird, dieses wohl schlecht ist.