Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


IE6 und das Web

Wed, 07 Oct 2009 10:43:27 +0200

Ein schöner Artikel bei Mondaybynoon darüber, wie man als Webdesigner mit dem IE6 umgehen sollte. Und ich sollte vielleicht hinzufügen, zu großen Teilen auch mit dem IE7. Kurz zusammengefasst: Nutzbarkeit sicherstellen, aber bei diesen Browsern nicht auf Umsetzung jedes Design-Details achten. Wenn im IE6 Irgendwas nicht geht, weglassen. Punkt. Ein besonders schönes Beispiel:

JavaScript enhances the document viewing experience by adding an additional behavioral level, right? We’re talented professionals who have already built a fallback version of this document to directly compensate for the absence of JavaScript, right? Our problem is solved: IE6? Don’t fire our JavaScript. If it’s going to be a headache, why bother? We have a perfectly good version of the document that was only progressively enhanced by the JavaScript. IE6 can’t hack it, so just shut it off. Deliver the reduced experience because your viewer, for one reason or another (it doesn’t really matter, does it?) is using a terrible browser.

Hervorhebung von mir.

Ich habe ja (leider?) keinen IE zur Verfügung, um irgendwelche Webseiten damit zu testen. Das Standarddesign von Rorkvell entstand zu einer Zeit, als ich noch gelegentlich Zugang zu einem IE hatte, damals die Version 5.5. Daher ist dieses Standarddesign so einigermaßen kompatibel mit dem IE. Vor einiger Zeit hatte ich mal bei Browsershots eine Bilderserie gemacht, die sehr schön die langsame Verbesserung des IE zeigt. Und die gesamte Serie zeigt, dass meine Seite in jeder IE-Version immerhin nutzbar ist, wenn auch nicht gerade schön anzusehen.

Klar, auch im IE8 sieht die Seite etwas altbacken aus. Das liegt eben einfach daran, dass der IE nicht mehr kann. Jedenfalls nicht, ohne die Trennung von Inhalt und Aussehen zu durchbrechen. Aber was soll's, dann sieht die Seite eben altbacken aus. Wenigstens kann man sie nutzen.

Nutzer anderer Browser sehen die Seite per Voreinstellung so, wie sie gedacht ist. Aber Nutzer ordentlicher Browser haben hier auch die Möglichkeit, sich die Seite ganz anders darstellen zu lassen, per alternate stylesheets. Normalerweise nutzt man dieses Feature, um die Zugänglichkeit für sehr spezielle Besucher zu erhöhen. Ich nutze das zum experimentieren, und um meine Seiten meiner Stimmung anzupassen. So nutze ich selber z.B. derzeit den hier dokumentierten "Wasser" Stil. Gefällt mir derzeit am besten. Da der IE in keiner Version alternate stylesheets unterstützt, kann es mir in diesen extra-Designs egal sein, ob und wie der IE das darstellt. Er tut es schlicht gar nicht.

Ich werde das auch in Zukunft so halten: Designs, die sicher nicht das Maximum an Farben und Formen herausholen, die eher konservativ sind, die aber auch in älteren IEs so weit funktionieren, dass die Seiten nutzbar bleiben.


0 Kommentare