Netzpolitik weist heute auf einen Kommentar von Professor Jonathan Zittrain hin über die Probleme des Cloud Computing, wenn man sich auf Provider wie Google, Facebook, Twitter und Dergleichen verlässt:
Thanks in part to the Patriot Act, the federal government
has been able to demand some details of your online activities from service
providers — and not to tell you about it. There have been thousands of such
requests lodged since the law was passed, and the F.B.I.’s own audits have
shown that there can be plenty of overreach — perhaps wholly inadvertent — in
requests like these. The cloud can be even more dangerous abroad, as it makes it
much easier for authoritarian regimes to spy on their citizens. The Chinese
government has used the Chinese version of Skype instant messaging software
to monitor text conversations and block undesirable words and phrases. It and
other authoritarian regimes routinely monitor all Internet traffic — which,
except for e-commerce and banking transactions, is rarely encrypted against
prying eyes.
Dieses blinde Vertrauen in große Firmen ist Etwas, das ich noch nie so recht verstanden habe. Wie ich erst kürzlich geschrieben habe, mache ich meinen Kram lieber selber. Klar kann das auch überwacht werden. Aber da gibt es keine zentrale Stelle. Keine Firma, die per Gesetz oder auch einfach so meine Daten sammelt und an irgendwelche Behörden weiter gibt zur automatischen Auswertung. Wer sich für mich und/oder meine Gedanken interessiert, muss sich schon zu mir bemühen.
Auch, wenn es um den passiven Teil meiner Internettätigkeit geht, das Lesen von z.B. Blogs, so setze ich auch hier nicht auf die Angebote großer Firmen, sondern mache meinen Kram selber, vom lokalen Computer aus, und nutze dazu einen lokalen Feedreader. Auch hier können meine Aktivitäten natürlich verfolgt werden. Aber auch hier gibt es keine zentrale Datensammelstelle, die die Behörden ainfach mal so pauschal abgreifen können. Wer sich für mich interessiert, muss sich schon zu mir bemühen.
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