Natürlich ist es möglich, sich je nach Barriere eigene Scripts und Styles zu basteln, basteln zu lassen oder bestehende nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Ziel sollte jedoch sein, dass Websites selber barrierefrei(er) sind und nicht dass Nutzer auf eigene Scripte und Styles zurückgreifen müssen.
Amen kann ich da nur sagen. Ich sehe selber schlecht und schreibe hier aus eigener Erfahrung. Die Firefox Extension NoSquint ist einer dieser kleinen Helferlein, die bei Access for all vergessen wurde, die mir seit Langem gute Dienste leistet. Und dennoch, schlecht gemachte Seiten werden auch durch dieses Hilfsmittel nicht gut. Ich bekomme die Seiten zwar vergrößert, so dass sie lesbar werden, aber dafür bekomme ich einen horizontalen Scrollbalken. Jedenfalls dann, wenn ich eine Sidebar wie die vom Feedreader Sage offen habe. Mein Fazit daher: Natürlich (und leider) sind diese kleinen Helferlein absolut notwendig, um die heute verbreiteten Seiten nutzen zu können. Aber eine optimale Präsentation verschafft einem keine Automatik. Das würde nur ein menschlicher Designer schaffen. Aber deren Gedanken kreisen leider nur um Pixel.
Der neueste Schwachsinn, der mir auf immer mehr Webseiten begegnet, ist, eine viel zu kleine Schrift auch noch mit kontrastarmen Farben zu verbinden. So wird auf weissem Hintergrund eine hellgraue Schrift gesetzt. Und das mit nur 60% oder weniger der von mir gewünschten und benötigten Schriftgröße. Der schwache Kontrast verschlimmert das Problem nochmals drastisch. Einige Seiten kombinieren diese beiden Sünden inzwischen derartig erfolgreich, dass ich diese Seiten auf 200% zoomen muss, um noch Irgendwas lesen zu können. Bei gutem Kontrast reicht mir 150%.
Ob demnächst wohl Geheimseiten erfunden werden? Solche mit tollen Farben und hübschen Graphiken, aber zumindest auf den ersten Blick ohne Text? Wo man den Text erst mühsam suchen muss? Sozusagen Ostereier-Seiten? Dabei gibt es nicht nur eindeutige Vorschriften, sondern auch ein Werkzeug, um einen Farbkontrast zu messen.