Echtheit statt Echtzeit – besser kann man das nicht ausdrücken. Blogs sind nützlich. Sogar Twitter und Facebook sind nützlich. Man bekommt in Echtzeit Fakten mitgeteilt. Das was macht schnell die Runde. Aber wie sieht es aus mit dem warum? Das Sichten, Sortieren und Einordnen der Fakten, das Erklären der Fakten, Zusammenhänge aufdecken, das Bewerten der Fakten und Zusammenhänge, all das kann Twitter nicht leisten. Blogs teilweise schon, aber nur, wenn dahinter Jemand vom Fach steht. Entweder ausgebildet oder Naturtalent.
So, wie sich wohl das eine oder andere Blog in Richtung Journalismus entwickeln
wird, so wird hoffentlich der eine oder andere Journalist Blogs als ein
nützliches und wichtiges neues Betätigungsfeld finden. Verantwortungsbewusste
Journalisten könnten tatsächlich ein Anker der Verlässlichkeit
in der schnellen
Welt des Internet darstellen, wie
Ernst Elitz das schreibt.
Und solche Anker der Verlässlichkeit würden nicht nur dem Journalismus, sondern auch
der Blogosphere gut tun. weder sind Blogs ein Ersatz für Journalismus, noch ist
Journalismus ein Ersatz für Blogs. Beides ist wichtig und notwendig, und Beides kann
voneinander profitieren.