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Ich weiss, wer Du bist

Sun, 31 Jan 2010 11:15:25 +0100

Jeder Surfer im Internet ist eindeutig identifizierbar. Oder genauer: sein verwendeter Browser ist eindeutig identifizierbar. Ganz klassisch kann dazu z.B. der sogenannte User Agent String verwendet werden. Aber der alleine sagt noch nicht viel aus und ist problemlos fälschbar.

Aber darüber hinaus gibt es Informationen in Hülle und Fülle, die der Browser an den Server schickt. So zum Beispiel die verwendete Sprache, die akzeptablen Formate, die verwendeten Plugins. Und natürlich auch, ob ein Werbeblocker eingesetzt wird. In der Summe machen diese Informationen einen Nutzer sehr genau identifizierbar.

Will man sich dagegen schützen, gibt es ein paar Tipps:

Der simpelste ist, nicht auch noch einen seltenen Browser zu verwenden, sondern übliche Modelle wie Internet Explorer oder Firefox. Noch viel besser sei es, Javascript abzuschalten, mache dieses doch erst möglich, Art und Zahl der Plugins auszulesen.

Programme wie NoScript oder AdBlock Plus verhindern die Übermittlung solcher Funktionen und sperren auch noch andere Werkzeuge wie Google Analytics, die auf Identifizierung aus sind. Das allerdings geht auf Kosten der Praktikabilität, da viele Seiten inzwischen Javascript verwenden und sich einige davon ohne nicht nutzen lassen.

Naja, der Mainstream-Browser schlechthin ist wohl der IE. Und den kann und will ich nicht verwenden. Unter Linux gibt es keinen IE. Dafür gibt es Firefox, und der ist sehr viel besser als der IE. Und sollte es irgendwann mal einen Browser geben, der besser ist als Firefox, werde ich den selbstverständlich zumindest ausprobieren. Der Tipp, den Browser zu nehmen, den Alle nehmen, ist also eher weniger gut umsetzbar, ein Befolgen dieses Tipps würde jeder Innovation hier im Wege stehen.

Aber der Tipp mit der Javascript Sperre ist durchaus umsetzbar und sehr empfehlenswert. Allerdings, wie ja bereits geschrieben: manche Seiten lassen sich ohne Javascript nicht nutzen. Ich halte Seiten, die sich ohne Javascript nicht nutzen lassen, für inakzeptabel, ja in diesem Zusammenhang sogar für kriminell.

Ich habe Nichts gegen die Verwendung von Javascript. Sowas kann eine Seite durchaus verbessern. Es hat nur zwei Haken: Erstens werden die Benutzer nicht darüber informiert, dass Javascript eingesetzt wird, und wofür (die Möglichkeit der eindeutigen Identifizierbarkeit wird geheim gehalten), und zweitens gibt es Seiten, die ohne nicht nutzbar sind. Deren Betreiber also verlangen, dass der Nutzer die Hosen runter lässt, wenn er die Seite nutzen will. Da hört der Spaß auf.

Hier auf Rorkvell wird auch ein klein Wenig Javascript eingesetzt. Aber das rein optional, die Seiten sind ohne Javascript vollständig nutzbar.


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