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Kommunikationskultur

Sun, 14 Feb 2010 10:32:58 +0100

Eine Studie über die Kommunikationskultur in Blogs macht derzeit die Runde. In dieser Studie wird merkwürdigerweise davon ausgegangen, dass ein Blog wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen habe, ebenso die Kommentare. Das halte ich für Blödsinn. Das Leben besteht nun wirklich nicht nur aus Wissenschaft. Und selbst für einen Wissenschaftler sollte das zutreffen.

Ganz ähnlich argumentiert auch Michael Kerres. Dem kann ich soweit durchaus zustimmen. In einem Punkt bin ich dann doch beinahe mit dem Kopf auf der Tastatur aufgeschlagen. Kerres hebt zu Recht die Kommunikation hervor. So weit, so gut. Doch kommentieren geht in seinem Blog nicht. Ich vermute mal, dass zum Kommentieren Javascript benötigt wird. Das ist bei mir nicht nur abgeschaltet, es wird auch vorher schon durch einen Proxy rausgeworfen. Also Kommunikation vielleicht per e-mail? Fehlanzeige. Kein Impressum. Nur ein Link zu einem Google Profil. Das nützt mir als nicht-Google-Profiler herzlich wenig. Und deswegen ein Google Profil anlegen? Ohne mich. Erst eine Scroogle-Suche fördert eine e-mail Adresse zu Tage. Uff, ist das mühsam. Und da wundert er sich über ausbleibende Kommentare.

Gerade Blogs leben auch von der schnellen und vor Allem leichten Kommentarmöglichkeit. Ich kann meine Gedanken zu einem Blogartikel als Kommentar dort schreiben, oder aber ich schreibe einen eigenen Blogbeitrag dazu. Dann ist ein Kommentar überflüssig. Wenn es am Automaten kein Snickers mehr gibt, hole ich mir eben ein Bounty.


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