Meins oder nicht meins, das ist hier die Frage. Was? Ach so, "meine" Accounts bei wo auch immer. Sei es Google, sei es Facebook, sei es Twitter oder XING. Wie Kerstin Hoffmann schön beschreibt, gehören mir "meine" Accounts gar nicht. Die gehören den Firmen, die die entsprechenden Blogs, Profile, Wikis oder was auch sonst hosten.
Nun ja, für mich persönlich ist das kein all zu großes Problem. Für mich war schon
immer My Blog is my castle
. Selbstgeschnitzt und auf dem eigenen
Webspace. Gut, der ist nicht wirklich meiner, der ist nur gemietet. Aber immerhin.
Mein Blog ist doch weitgehend wirklich meins. Meine kleine Welt, für die ich ganz
persönlich selber verantwortlich bin. Und wenn ich Irgendwas versemmle, dann muss
ich nicht irgendeinen Kundendienst bemühen, dann biege ich das eben selber wieder
gerade. Und wenn mir irgendein Feature nicht reicht, oder ich sonst eine Änderung
möchte? Nix Kundendienst, keine Bittbriefe, kein Warten auf den Tag, an dem Ostern
und Weihnachten auf einen Tag fallen. Selber machen ist angesagt. Klein, fein, mein.
Und wenn es irgendwo knirscht, naja, dann knirscht es eben. Entweder akzeptiere ich es,
oder ich ändere es. Es liegt bei mir. Naja, jedenfalls, so weit nicht irgendwelche
Einschränkungen durch den Provider greifen. Bei mir ist diese Einschränkung zum Beispiel:
Kein PHP, kein SQL, kein CGI, kein wie auch immer aktiver Teil, den ich für Interaktivität
(also z.B. Kommentare) verwenden könnte. Aber auch das wird sich bald ändern. Und
dann ist wieder selber machen angesagt.
Natürlich ist es bequemer, wenn man all die technischen Details vom Provider fixfertig
bekommt. Aber es gibt Nichts umsonst. In diesem Fall kostet der fertige Service eben
die Flexibilität sowie deutlich mehr Bürokratie, und unter Umständen eben auch mal den
Verlust des Accounts, wenn man mal einen Fehler macht. Allgemeine Geschäftsbedingungen
müssen eingehalten werden. Ich muss nur eine Geschäftsbedingung einhalten: Mensch,
ärgere Dich nicht
.
Ein Hoch auf meinen virtuellen Schrebergarten!