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NoSQL

Thu, 11 Feb 2010 13:37:50 +0100

Ein Artikel im Entwickler Magazin hat meine Neugier geweckt: Yes- or NoSQL. Es geht anscheinend um einen ganz neuen Trend, der auf relationale Datenbanken und SQL verzichtet. Für mich ist dieser Artikel in einer Hinsicht amüsant: Dieser absolut neue Trend ist schon seit spätestens 2004 Basis dieses Blogs. Nicht, weil ich hier mit diesem kleinen privaten Blog an die Grenzen einer relationalen Datenbank stoße. Einer der Gründe ist schlicht, dass ich auf meinem Webspace weder PHP noch SQL habe. Und da ich gerade dabei war, XML zu lernen, habe ich ganz natürlich zu XML statt zu SQL gegriffen.

Allerdings setze ich dabei nicht auf den Ersatz von RDBMS/SQL durch ein anderes Tool mit anderem Namen und anderer Abfragesprache. Ich setze schlicht auf das Dateisystem und auf XSL. Und zwar XSL nicht als Abfragesprache, sondern als eine Art Erstellungssprache. Eine Seite wird bei mir ähnlich erstellt wie ein Programm: Ich schreibe eine Art Quellcode, und benutze XSL als eine Art Compiler, der aus diesem Quellcode (X)HTML Dateien (oder was sonst benötigt wird) erstellt. Denn ein Punkt ärgert mich schon lange. Ein Trend im Web generell, der meiner Meinung nach überflüssig ist, und nur unnötige Last produziert. Ich meine die Angewohnheit, selbst noch so statische Inhalte dynamisch zu erzeugen und auszuliefern. Das resultiert dann in ellenlangen unleserlichen URLs, die von Parametern nur so strotzen. Die Seite wird dabei jedes Mal neu erstellt, so, als ob sie sich bei jedem Aufruf ändern würde. Dieses ewig neue Erstellen kostet Rechenzeit. Und ist völlig überflüssig.

Nun kann man einwenden, ein Blog würde sich ja durch die Kommentare durchaus auch ändern. Ist richtig. Aber wie sieht es aus mit dem Verhältnis von Aufrufen, wo nur gelesen wird, wo die Seite also statisch ausgeliefert werden kann, zu der Anzahl der Kommentare? Ich wette mal, dass je nach Blog auch schon mal 99% der Seitenaufrufe rein statisch sind. Eine dynamische Neugenerierung kann problemlos auf die Fälle reduziert werden, in denen tatsächlich ein Kommentar hinzugefügt wird. Mangels PHP auf meinem Webspace kann ich leider keine Kommentare anbieten. Aber das entsprechende Script liegt schon rudimentär funktionierend in der Schublade. Dabei wird von dem Script der Kommentar zu der RSS Datei hinzugefügt, und daraus dann die HTML- und die XHTML-Seite per XSL erzeugt. Das PHP Script liefert gar Nichts aus, sondern leitet lediglich zu der eben neu erstellten (X)HTML Seite um. Eine temporäre Weiterleitung, das ist Alles, was das PHP-Script über die Leitung schickt. RSS ist ein XML-Format und daher eine Art Datenbank. Der Feed ist somit seine eigene Datenbank. Das erspart die ständige Konvertierung zwischen zwei verschiedenen Datenbankformaten. Eine neue Generierung der (X)HTML Seiten erfolgt nur, wenn ein Kommentar abgegeben wird. In allen anderen Fällen kann die Seite statisch ausgeliefert werden. Trotz Einsatz von XML ist daher die Serverlast auf ein Minimum reduziert.

Diese Generierung bei Kommentaren müsste ich auf meinem Rechner zu Hause machen. Leider ist dieser Rechner nicht vom Internet aus erreichbar. Sollte ich mal das Geld für einen neuen Webspace haben, einen mit PHP (oder auch was Anderes), dann werden auch Kommentare möglich.


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