Das neue Jugendschutzgesetz, das in Kürze verabschiedet wird, bedeutet wohl das Ende des freien Internets. Das sogenannte Kindernet scheint beschlossene Sache zu sein.
Was hat das mit politischer Bildung zu tun? Nun, politische Artikel sind eher was für
Erwachsene. Kinder verstehen da oft noch nicht viel davon. Manche entwickeln da bereits
mit 12 Interesse, Andere vielleicht mit 18, Andere nie. Bei mir kommen gelegentlich
politische Artikel vor. Ich müsste meine Seiten also nicht nur mit einer
Altersklassifikation versehen, diese müsste auch heissen freigegeben
ab 16
. Das hieße, Sendezeiten von 22:00 bis 06:00. Für Menschen, die jünger sind
als 16 ist die Beschäftigung mit politischen Artikeln von anderen als den
staatseigenen Autoren somit untersagt. Nicht Bildung und Anregung zum selber
Denken sind heute gefordert, sondern politische Indoktrination im stalinistischen
Sinn. Und das Alles unter dem Deckmantel des Jugendschutzes, um die Kinder von
Schmuddelcontent
zu schützen. Witzig, dass genau die gleichen Argumente
vorgebracht werden, wie von den Zensurpropheten in China und im Iran. Auch dort muss
schließlich die Bevölkerung vor Schmuddelcontent
geschützt werden. Zwar ist
dort der reine Porno-Aspekt nur einer von Vielen, aber der Schutz vor schädlichen
Gedanken ist auch dort der Vorwand für Zensur. Im Christentum ist die richtige Position
einer Frau an der Seite ihres Mannes (wie auch umgekehrt). Im Islam ist die richtige
Position der Frau unter den Füßen ihres Mannes (und nicht umgekehrt). Selbstverständlich
müssen die Iranischen Bürger vor so volksschädlichen Gedanken geschützt werden.
Vor Schmuddelcontent
eben.