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Unsichtbar

Thu, 18 Feb 2010 10:52:51 +0100

Selbstvermarktung im Zeitalter des social Web hängt entscheidend von der Sichtbarkeit der eigenen Person im Web ab. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit und gehört zum guten Ton, dass man präsent ist. Wenn ich eine Bewerbung abschicke, gehe ich davon aus, dass im Web nach meinen Profilen gesucht wird, und die Entscheidung, mich (nicht) einzustellen, von dem Ergebnis dieser Suche wesentlich abhängt.

Marcel Weiss von Netzwertig zitiert hierbei dazu:

Von Personen in gewissen Branchen, zum Beispiel Kommunikation, Marketing, Medien, erwarte ich schon heute, bei einer Google-Suche nach ihrem Namen Profile auf Geschäftsnetzwerken, einen Twitter-Account sowie ein Blog zu finden. Tauchen stattdessen lediglich einige unbrauchbare Resultate von Personensuchmaschinen auf, werte ich dies automatisch als negatives Zeichen.

Nun ja, so weit, so gut. Ich bin über Google auch auffindbar. Und man findet darüber auch eine Art Profil. Aber ein selbst erstelltes. Auf meinem Webspace. Ich habe absichtlich keinen Account bei Twitter, Facebook, Google und wie sie Alle heissen. Einen Basisaccount bei Xing habe ich. Aber auch der macht mir eher Bauchschmerzen. Ich vertraue meine persönlichen Daten nun mal nicht gerne kommerziell orientierten Firmen an. Mein persönliches Reputation Management mache ich lieber selbst und manuell. Die nicht vorhandene Sichtbarkeit in sogenannten Social Networks mag ein Nachteil sein, ist aber Absicht. Und sie kann zum Vorteil werden, wie man in einem anderen Artikel bei Netzwertig nachlesen kann. Dort hat sich herausgestellt, dass die Informationen, die man bei Twitter und Co findet, ein gefundenes Fressen sind für Einbrecher.

Gut, nicht immer ist es so drastisch. Aber wie sieht es aus mit dem Verkauf von Facebook Kundendaten? Angeblich nur zu wissenschaftlichen Zwecken. Mir ist nicht wohl dabei. Gut, dass ich keinen Facebook Account habe.

Personaler, die darauf bestehen, dass ich öffentlich die Hosen runter lasse, werden wohl auf mich verzichten müssen. Wer andererseits an mir und dem, was ich denke interessiert ist, findet mich auch. Und dieses Blog. Hier entscheide ich höchstselbst, was ich veröffentliche. Das muss reichen.


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