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Der große böse Wulff

Sat, 31 Dec 2011 13:28:54 +0100

Die Affäre Wulff zieht weiter Kreise. Ich bin mir nicht so recht sicher, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite hat er wohl eher am Rande der Legalität agiert mit seinen Sonderkrediten, und das, obwohl er als Bundespräsident eigentlich Vorbild sein sollte. Auf der anderen Seite halte ich es diesbezüglich mit einem sehr klugen Satz aus der Bibel: Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Insofern ist wohl Manches von dem, was da abgeht, auch nur ein Machtspielchen.

Es ist unschön, wenn das Staatsoberhaupt sich bei den Reichen anbiedert und daraus massiv Vorteile zieht, wenn auf der anderen Seite immer mehr Bürger dieses Staates unter die Armutsgrenze fallen. Es ist unschön, wenn auf der einen Seite diesen Armen mehr oder weniger offiziell die Schuld an ihrer Armut selbst gegeben wird, und auf der anderen Seite die Reichen diese Tatsache anscheinend mit Champagner und Kaviar feiern, und unser Staatsoberhaupt fröhlich mitfeiert. Die Situation in diesem Staat lässt ein Feiern derzeit kaum zu. So lange nicht jedem Bürger ein menschenwürdiges Dasein garantiert werden kann, so lange gibt es Nichts zum feiern.

Aber etwas Anderes gibt mir mehr und mehr zu denken: Wulffs Salamitaktik, wenn es darum geht, das, was auch immer er getan hat, offen zu legen. Dieses Verhalten lässt weder auf Einsicht noch auf den Willen zur Besserung schließen. Und das wiederum deutet darauf hin, dass Wulff tatsächlich vom Stamme Nimm ist.


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