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Neid

Wed, 14 Dec 2011 09:33:18 +0100

Jaja, die Neidgesellschaft. Der Artikel von Unbekannt ist recht interessant. Hier und da kann ich zustimmen, da und dort nicht. Wie das eben so ist bei verschiedenen Menschen. Nicht weiter erwähnenswert.

Aber in einem Punkt möchte ich doch massiv widersprechen. Mir ist es nicht egal, wenn eine Firma mit den Daten der Benutzer Geld verdient! Nicht wegen des Geldes. Geld verdienen ist ein legitimes Interesse. Die Frage ist eher, wofür bekommt diese Firma Geld? So könnten beispielsweise meine Daten an Spamschleudern verkauft werden. Damit kann so eine Firma Geld verdienen. Und der Spammer auch. Aber das ist nicht in Ordnung. Gut, das mag ein extremes Beispiel sei, aber es sollte deutlich machen, worum es geht.

Geld für Leistung ist in Ordnung. Jedenfalls genau dann, wen ich eine Leistung anfordere und bekomme, und dafür meinen Obulus entrichte. Diesen Vorgang habe ich in der Hand. Aber wenn ich meine privaten Daten einer Firma anvertraue, und diese Firma nun mal am Geld kassieren interessiert ist, habe ich keinerlei Kontrolle mehr darüber, was mit meinen Daten geschieht. Ich habe der Firma damit eine Art Blankoscheck ausgestellt. Vertrauen ist gut, aber Kommerz ist stärker. Wenn die Möglichkeit des Missbrauchs meiner privaten Daten besteht, dann wird früher oder später von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden. Wenn sich mit dieser Missbrauchsmöglichkeit Geld kassieren lässt, eher früher als später.

Deshalb bin ich dagegen, private Daten an kommerziell orientierte Firmen abzutreten.


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