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Nix Bauer

Thu, 27 Oct 2011 10:25:24 +0200

Ich darf doch kein Bauer werden. Der Staat ist dagegen.

Mit der Pferdezucht wollen wir eigentlich kein Geld verdienen. Im Grunde ist das mit der Pferdezucht mit unseren zwei Fohlen auch bereits erledigt. Mehr wollen wir nicht. Und schon kommt der Staat und verbietet es mir, Landwirt zu werden. Und selbst, wenn wir beabsichtigen, damit Gewinn zu erzielen (was wegen der sehr hochwertigen Pferde durchaus drin ist), so muss dieser Gewinn erheblich sein. Sonst wird es nicht genehmigt.

Also mal nachgerechnet. Für ein Fohlen haben wir zunächst Initialkosten (für die Besamung) von etwa 1000,-€. Dann muss das Fohlen 4 Jahre lang versorgt werden. Nehmen wir an, wir haben pro Jahr weitere 1000,-€ Kosten für das Fohlen, dann haben wir dafür am Ende der 4 Jahre 5000,-€ ausgegeben. Das ist auch ziemlich genau der Betrag, den wir für das Pferd danach bekommen würden. Als Mindestbetrag. Der zu erwartende Betrag ist etwa 8000,-€. Also als durchschnittlicher Gewinn pro Pferd kämen wir da auf 1500,-€ in 4 Jahren. Das wären also 375,-€ pro Fohlen und Jahr. Wenn der zu erzielende Gewinn bei, sagen wir mal, 20000,-€ pro Jahr ligen sollte, müssten wir pro Jahr 54 Fohlen ziehen. Das hieße, wir bräuchten Platz für 216 Fohlen und Jungpferde plus weitere 54 Stuten, also insgesamt 270 Pferde. Damit würden wir einen Gewinn erzielen, den das Landwirtschaftsamt als "erheblich" bezeichnen würde.

270 Pferde sind für uns natürlich utopisch und unerwünscht. Trotzdem schon komisch. Auch, wenn ich Gewinn erziele, und das nur 375,-€ pro Jahr, so wären das doch immerhin eben 375,-€. Die würden dann einmal zu unserer Rente hinzukommen. Das würde eine eventuelle Bedürftigkeit, z.B. bei den Zuzahlungen bei Ärzten, reduzieren. Aber der Staat wendet lieber umständliche Genehmigungsverfahren und teure Behörden an, um bei einer eventuellen Bedürftigkeit Geld aus den öffentlichen Kassenabzuzweigen und dem Bedürftigen auszuzahlen. Merkwürdiges Konzept.


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