Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


Responsive

Wed, 08 Jun 2011 09:28:27 +0200

Das sogenannte Responsive Web Design schlägt ja ganz schön hohe Wellen. Warum eigentlich? Und wird das auch bald wieder abebben, so, wie heute nur noch wenige von Fluid Layouts oder Elastic Layouts redet?

Hier bei Rorkvell habe ich seit jeher ein flexibles Layout, das sich im Wesentlichen auf die beiden o.g. Techniken stützt. Seit kurzem habe ich das mit wenigen Zeilen zusätzlich im css auf ein sogenanntes Responsive Layout umgestellt. Übrigens, seit eben grade habe ich die Schaltmethode umgedreht, so dass nicht mehr bei großen Bildschirmen auf ein Nebeneinander umgeschaltet wird, sondern bei kleinen Bildschirmen auf ein Übereinander. Ich musste feststellen, dass auch ein IE8 die Media Queries nicht beherrscht. So richtet das aktuelle Verfahren weniger Schaden an.

Ich habe ja viel experimentiert. Und mir ging es schon immer um prinzipielle Lösungen, um die saubere Umsetzung eines ordentlichen Konzepts, und nicht um die schnelle Realisierung irgendwelcher Kundenwünsche. Rorkvell ist meine private kleine Seite, wo ich auf solche Kundenwünsche keinerlei Rücksicht nehmen muss. Im Laufe der Experimente habe ich vor einigen Jahren herausgefunden, dass, wenn man die Forderungen des w3c nach Trennung von Inhalt und Präsentation wirklich 100% konsequent durchführt, dann sind solche Layout-Aufgaben gar nicht so schwer. Die Schwierigkeit besteht eigentlich nur in der wirklich sauberen und konsequenten Trennung von Inhalt und Präsentation. Wenn man sauber trennt, dann werden sich im Inhalt (HTML) naturgemäß keinerlei dekorative Grafiken mehr befinden. Denn Dekoration ist Teil der Präsentation, und nicht des Inhalts. Und dann werden sich im Inhalt (HTML) auch keine Layoutangaben befinden (z.B. keine Layouttabellen). Denn Layout ist eine Frage der Präsentation, und nicht des Inhalts. Damit fallen eine ganze Menge Markup sowie vor Allem eine ganze Menge Bilder einfach weg. Und damit ergibt sich das Performanceproblem durch die Skalierung vieler Bilder durch den Browser gar nicht mehr so dramatisch. Es sind dann eben nur noch ein paar Bilder zu skalieren.

Allerdings schätze ich, dass genau hier das Hauptproblem der Designergemeinde liegt: Es wird immer noch hauptsächlich nach Aussehen geplant, entschieden und realisiert, nicht nach Semantik.


0 Kommentare