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Vorsintflutliche Kommunikation

Fri, 16 Dec 2011 11:56:09 +0100

Adrian Korte fragt bei Webmasterfriday, ob noch e-mail benutzt wird. Merkwürdige Frage. Natürlich nutze ich e-mail, und zwar als Basiskommunikation in allen Fällen, in denen eine direkte Kommunikation von Person zu Person erwünscht ist, aber nicht ohne ein solches Medium geht, weil zu weit weg. Diese Anforderungen treten sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld gar nicht so selten auf. Also benutze ich selbstverständlich e-mail.

Und ja, ich benutze eines dieser "vorsintflutlichen" e-mail Programme. Ich benutze . Und ich bin sehr zufrieden damit. Das Programm tut genau das, was es soll: Ich kann damit e-mails empfangen, lesen, schreiben und versenden. Was will ich mehr? Bei einem Webmailer habe ich immer das Problem mit unerwünschter Werbung auf der Seite. Trotzdem kommt es (selten) vor, dass ich einen Webmailer benutze.

Wie gehe ich mit Spam um? Nun, mein Spamaufkommen ist recht gering. Etwa 2/3 des Spams werden bereits vom Provider herausgefiltert. Das sind etwa 3 bis 20 e-mails pro Tag. An manchen Tagen trudeln auch gar keine Spam-Mails ein. Die restlichen filtert mein Mailprogramm fast vollständig heraus. Übrig bleiben etwa 2 bis 3 Spam-Mails pro Woche. Damit trainiere ich den lokalen Filter weiter. Obwohl ich also im Internet durchaus präsent bin, und sogar meine e-mail Adresse auf meiner Site veröffentlicht habe, habe ich ein kaum nennenswertes Spam-Problem. Wie gehe ich damit um? Eigentlich gar nicht. Ab und zu ein Mausklick, um mal wieder eine e-mail als Spam zu markieren, und gut ist. Es besteht keine Notwendigkeit, mehr zu tun.

Gelegentlich lese ich so eine Mail sogar. Insbesondere, wenn sie von der "Nigeria-Connection" kommt. Ich finde es immer wieder amüsant, wie viele Millionen ich angeblich für's Nichtstun bekommen soll. Und was diese Leute sich Alles einfallen lassen! Und was für merkwürdige Grammatik sie benutzen. Man gönnt sich ja sonst Nichts. So habe ich alle paar Wochen mal wieder was zum lachen.

Was ich in diesem Zusammenhang lustig finde: Wer alles jammert, dass Dieses oder Jenes tot sei. Adrian Korte vermutet, die Zeit der e-mails sei vorbei, Richard Gutjahr glaubt, die Zeit der "Sozialen Netze" sei vorbei, und Medienmilch behauptet. Blogs wären tot, weil zugespamt. Charles Schmidt relativiert dies bei Neolog Consulting immerhin. Aber wenn ich das Alles zusammen nehme, dann scheint das Internet ja ganz und gar tot zu sein. Rién ne vas plus. Nichts geht mehr.


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