Ohne Worte

Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Ohne Worte

    … ist man demnächst vielleicht bei Netzpolitik. Markus Beckedahl regt sich über die Kommentare auf. In der Regel wohl zu Recht. Die Kommunikationskultur ist, nicht nur bei Netzpolitik, unterirdisch.

    Der Witz daran ist, man könnte es mit einer Art "back to the roots" Strategie vermutlich in den Griff bekommen. Ursprünglich war das mit den Blogs nämlich gar nicht so gedacht, dass man dort kommentieren sollte. Gedacht war es so, dass Jemand einen eigenen Blogartikel sozusagen als Kommentar zu einem anderen Artikel schreiben sollte, und diesen (automatisch) mit dem Ursprungsartikel verlinken sollte. Die technischen Stichworte hierzu heissen und Trackback. Vorteil: Jeder Artikel und damit jeder Folgeartikel oder Kommentar verbleibt auch rechtlich bei dem jeweiligen Autor. Ein Löschen ist weder nötig noch möglich. Und noch ein Vorteil: Der Betrieb eines Blogs erfordert einen gewissen Aufwand. Da schmiert man nicht mal eben irgendwelchen Trollmüll rein. Nicht in das eigene Blog.

    Ich erinnere mich noch, in der Stadt, in der ich aufwuchs, gab es in den Bussen des ÖPNV immer wieder Vandalen, die z.B. die Sitze ruinierten. Es folgte ein Artikel in der Zeitung, in der auf die Problematik eingegangen wurde. Eine mögliche Lösung war die Rückkehr zu den alten Holzbänken. Ungepolstert, aber robust. Die andere Möglichkeit war die Einführung von teuren, hochqualitativen Sitzen. Eine psychologische Vandalenbremse sozusagen. Die zweite Lösung wurde versucht und brachte Erfolg. Die guten Sitze gibt es heute noch, nach über 30 Jahren.

    Für diesen Lösungsansatz bräuchte es natürlich ein funktionierendes System. Das bei Netzpolitik funktioniert nicht. Jedenfalls die letzten Male nicht. Ich werde es ja gleich feststellen, ob es noch funktioniert.

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    Kommentare

  2. Getestet. Funktioniert nicht. Auf eine XML-RPC Anfrage müsste der Server eine Antwort im XML-Format schicken. Jedenfalls steht das so in den Spezifikationen. Stattdessen schickt der Servr einfach nur lapidar den plaintext "Spam deleted". Diesen Artikel als Spam zu bezeichnen finde ich ja nun nicht besonders prickelnd.
  3. Andreas kommentiert das ähnlich:

    Werde selst aktiv! Blogge selbst statt deinen wichtigen Beitrag in irgendeinem Kommentar zu versenken. Wenn deine Meinung bzw dein Beitrag zum Thema wichtig genug ist wirst du Leser finden.

    Du willst nicht bloggen? Dann kommentiere auch nicht – es ist nicht wichtig. Niemand interessiert es.