Massenmord

Der IS ruft zum Massenmord auf. Nach einer Rede von Abū Muhammad al-‘Adnānī ash-Shāmī sollen die "Rechtgläubigen" alle Andersgläubigen töten, wo, wann und wie auch immer. Es wird den Anhängern des IS sogar mit der Hölle gedroht, falls sie es nicht tun oder nicht erfolgreich sind:

Dein Vorsatz soll sein: "Es könnte passieren, dass ich nicht verschont werde, wenn der Anhänger des Kreuzes und der Gesetze, die Menschen gemacht haben (taghūt), überlebt."

Nun haben wir auch hier in Deutschland reichlich Anhänger des IS. Wenn diese die Aufforderung zum Massenmord ernst nehmen, dann müssten sie jetzt losziehen und wahllos Menschen töten. Das dürfte nach hinten losgehen, denn dann werden wir uns verteidigen. Und das wiederum wird zu anderen Problemen führen. Ob es so weit kommen wird, dass wir Jeden, der einen Vollbart trägt, vorsorglich erschießen? Dann hätten wir unseren Rechtsstaat selbst kaputt gemacht.

Andererseits, wenn die Salafisten den IS nicht ernst nehmen und nicht Amok laufen, könnte das dazu führen, dass sie endlich zur Vernunft kommen. Wir werden sehen, was die nächste Zeit bringen wird.

Der IS ist wie eine Hydra: Schlägt man einen Kopf ab, wachsen zwei neue nach. Selbst, wenn es gelingen sollte, den IS komplett auszurotten, werden andere ähnliche Organisationen ihren Platz einnehmen. Wie bekämpft man so Etwas?

Siegfried Gipp


  1. Anscheinend kommt es jetzt zu dem o.g. Lernprozess. Die deutschen Salafisten spalten sich vom IS ab. Jedenfalls teilweise. Es ist zwar nur ein allererster Schritt, aber es kommt immerhin Bewegung in die Sache. Es könnte aber immer noch sein, dass dadurch das Chaos eher größer wird. Wir werden sehen.

Kommentar

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