Tatort

Diese Krimiserie gehört ja inzwiscvhen schon zur deutschen Kultur. Ich schaue ja nur sehr selten in die Glotze, aber gestern Abend nach dem Tanztraining habe ich mal wieder. Den Anfang habe ich nicht mitbekommen, aber doch das Meiste.

die TAZ findet das Ganze zu moralinsauer. Nun ja, natürlich vereinfacht die Geschichte die Realität. So, wie das die meisten Geschichten eben tun. Aber sind es nicht die Vereinfachungen, die unseren Blick auf Probleme richten sollen?

Das Einzige, das ich vermisst habe, war, dass diese Gewaltexcesse kein Merkmal allein der heutigen Jugend sind. Gewaltexcesse hat es im Dritten Reich gegeben. In der Weimarer Republik ebenfalls, wenn auch weitgehend in den Kolonien. Auch früher hat es das gegeben. Der 30-jährige Krieg dürfte da ein gutes Beispiel sein. Diese Gewaltexcesse sind also nicht neu. Neu ist hoffentlich die Erkenntnis, dass die Menschen sich nicht geändert haben. Über 60 Jahre Frieden in Deutschland haben die Menschen Nichts gelehrt. Der zweite Weltkrieg hat immerhin einen Teil einer Generation etwas gelehrt. Anscheinend hat das nicht gereicht.

Problemlösung? Tut mir leid, habe ich keine. Das wird wohl so weiter gehen resp. weiter eskalieren. Nix deutsche Kultur, sondern barbarische Unkultur. Nix deutsche Vernunft, sondern dumpfe Agression und Hass. Es wird nicht besser dadurch, dass das gleiche Verhalten auch z.B. in der Ostukraine oder auf der Krim beobachtet werden kann.

Siegfried Gipp


Kommentar

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