In der TAZ steht heut mal ein netter Artikel über Open Source. Unter Anderem wird docht nach Gründen gefragt, warum Open Source bei deutschen Behörden immer noch kaum eine Rolle spielt.
Bequemlichkeit. Die Angst vor Veränderungen, davor, aus dem gewohnten Trott auszubrechen, vielleicht auch mal Arbeitsabläufe neu zu denken.
Das erinnert mich an Etwas: Trifft ein Beamter einen Kollegen auf dem Flur. Frag ihn: Na, kannst Du auch nicht schlafen?
Nun ist an diesen Beamtenwitzen sicher ein Bisschen was dran, aber erstens ist das überspitzt, und zweitens findet man diese Bequemlichkeit und Angst vor Veränderungen nicht nur bei Beamten. Nur: Die Beamten und deren ach so heiss geliebtes Windows wird vom Steuerzahler (also auch von mir) bezahlt. Und das finde ich ärgerlich.
Fast Alles, was Beamte tun müssen, können sie genauso gut auch mit Linux tun, wie das LiMux Projekt der Stadt München seit Jahren zeigt. München spart damit mehrere Millionen Euro pro Jahr ein. Und die Arbeiten werden auch nicht schlechter erledigt als Anderswo. Es geht also. Natürlich fordert eine Umstellung zunächst mal Mehraufwand. Aber es lohnt sich. Nicht nur finanziell. Auch und gerade, was die Langzeitstabilität und -Verfügbarkeit angeht, ist Open Source deutlich überlegen. Selbst, wenn der Anbieter einer Software pleite geht, das Programm kann immer noch von anderen weiter gepflegt werden. Bei Bedarf und Know-How auch von der stadt selbst. Eigenes Kapital in Form von Wissen und Können aufbauen, das wäre doch mal was. Ein Teil von dem Geld, das sonst nach Redmond fließt, würde dann den eigenen Bürgern zugute kommen.




