Ich wusste noch gar nicht, dass man in den USA dem Terrorismus auch angemessen begegnen kann:
Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.
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Der Terror ist tot
Tue, 09 Mar 2010 21:22:01 +0100
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Der Eierbecher
Tue, 09 Mar 2010 13:04:22 +0100
Neulich hörte ich im Radio, dass die Jugendlichen heute einen MP3-Player als
Eierbecher
bezeichnen. Naja, streng genommen ist natürlich nicht jeder MP3-Player ein Eierbecher. Aber immerhin bin ich alt genug, um a) zu wissen, woher dieser Begriff kommt, und b) zu wissen, welcher MP3-Player ein Eierbecher ist. Doch seht selbst:
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Ganz generell
Tue, 09 Mar 2010 09:11:35 +0100
Nur, dass ich es nicht verliere, eine Ode an Angst- und Krawallmacher:
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Frauentag
Mon, 08 Mar 2010 10:30:10 +0100
Witzig: Zum Weltfrauentag kocht ausgerechnet eine antifeministische Bewegung hoch. Weniger witzig: Diese antifeministische Bewegung wird gleichgesetzt mit der Männerrechte-Bewegung, und diese wiederum wird von den Rechtsnationalen nur zu gerne in Propaganda für die eigene Sache umgemünzt.
Ein paar Depperte gibt's überall. Die Denkschwachmaten unter den Männern werden zu Recht von den Feministinnen auseinander genommen. Da gibt es z.B. welche, die Frauen aus der Politik rausekeln wollen mit der Behauptung, Politik wäre nun mal Krieg, und Frau hätte das zu akzeptieren. Bei den Frauen gibt es das genauso. Da schimpft z.B. Eine, man solle "freie Reitgerten für alle Frauen" einführen. Wie gesagt, Depperte gibt's eben überall. Das ist weder feministisch noch maskulinistisch. Das ist nur platt antifeministisch resp. antimaskulinistisch. Aber es war ja schon immer einfacher, gegen Etwas zu sein, als konkret für Etwas einzutreten.
Was ich an der ganzen Sache so traurig finde: Es scheint nur noch gegen zu gehen. Frauen gegen Männer, Männer gegen Frauen, Schwule gegen Heteros, Heteros gegen Lesben, und Westerwelle plus Bild gegen Alle. Naja, wenigstens gibt es auch überall noch Menschen, die ihren Verstand noch nicht verloren haben. Das lässt hoffen.
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Super-Journalisten
Fri, 05 Mar 2010 17:49:56 +0100
Journalisten mit Humor. Sowas gibt's. Zum Beispiel bei der Süddeutschen.
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Nueva Germania
Fri, 05 Mar 2010 14:05:14 +0100
Ein Freund aus dem Reitstall ist vor einiger Zeit nach Paraguay ausgewandert. Etwas, das ich mir auch schon oft überlegt habe. Dort in Paraguay, in der Region "Nueva Germania" (zu deutsch: Neues Deutschland) hat er ein Häuschen, Grundstück, Pferde, und ein Gästehaus. Wenn Jemand mal abseits des Mainstream-Tourismus einen netten Reiterurlaub verbringen will, hier ist seine e-mail Adresse.
Eine Beschreibung der Gegend und des Ortes findet man im Merkur
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Völkermord
Fri, 05 Mar 2010 11:35:07 +0100
Die Bundesrepublik ist Rechtsnachfolger des sogenannten "dritten Reiches". Daher übernimmt die Bundesrepublik die Verantwortung für den Völkermord dieses kriminellen Regimes. Etwas, das selbstverständlich sein sollte. Etwas, das z.B. die DDR nie getan hat. Die Verantwortung übernehmen kostet z.B. einen Haufen Geld. Das ist nun mal so.
Völkermord hat es auch Anderswo gegeben. So hat das Osmanische Reich einen Völkermord an den Armeniern begangen. Eine Aussage, für die man in der Türkei heute noch ins Gefängnis kommen kann. Denn obwohl die Türkei der Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches ist, wird nicht nur die Verantwortung für diesen Völkermord vehement abgelehnt, es wird auch bestritten, dass es diesen Völkermord überhaupt jemals gegeben hat. Allerdings ist dieser Völkermord eine Tatsache.
Trotz scharfer türkischer Proteste hat der auswärtige Ausschuss im US-Kongress die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord bezeichnet.
Und die Türkei ist sauer. Wie schade, dass man US-Politiker nicht auch einfach ins Gefängnis stecken kann. So ein Pech aber auch. Dieser Schritt der US-Politik war allerdings denkbar knapp: 23 zu 22 Stimmen. Kein Wunder, laufen doch allerhand lukrative Rüstungsprojekte mit der Türkei, die jetzt in Gefahr sind. Und Kommerz geht in den USA nun mal vor Recht. Dennoch hat man sich zu diesem Schritt durchgerungen. Richtig so.
Ein gewisser Nachgeschmack bleibt allerdings. Die USA haben es bis heute nicht geschafft, den Völkermord an den Ureinwohnern auch als Völkermord zu bezeichnen. Hier wird also mit einem sehr dreckigen Finger auf die dreckigen Finger der Anderen gezeigt. Dennoch, Alles in Allem ein richtiger und wichtiger Schritt.
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HTML5
Fri, 05 Mar 2010 10:29:57 +0100
Neue Dokumente zu HTML5 sind online. darunter u.A. Unterschiede zu HTML4, Canvas2D, Microdata und HTML+RDFa.
Ich habe mir mal vor Allem die Unterschiede durchgelesen und muss sagen, ich bin beeindruckt. Vielleicht bin ich nicht in jedem einzelnen Fall einverstanden, aber wo man auch hinschaut, es wurde konsequent die Trennung von Präsentation und Semantik durchgesetzt. Keine faulen Kompromisse mehr. Trotz der vielen Neuerungen ist das eine Spezifikation
aus einem Guss
. saubere Arbeit.Ich denke, ich werde mit Rorkvell bald auf HTML5 umsteigen.
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Piratinnen
Fri, 05 Mar 2010 09:43:09 +0100
Das leidige Gender-Thema. Ich habe mit jetzt diese Erklärung von Lena mehrfach durchgelesen. Dass da eine Diskussion hochkocht, ist weder bei der Vorgehensweise noch bei dem Inhalt sonderlich verwunderlich. Insbesondere bleibt der Zweck dieser Gruppe etwas nebulös.
Der Grund für diese Gruppe ist hingegen klar: Frauen fühlen sich in einer von Männern dominierten Gruppe benachteiligt. Das mag stimmen oder auch falsch sein, so ein Gefühl ist nun mal subjektiv und kann nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden. Was jedoch ganz entscheidend ist, ist der Zweck dieser Gruppe.
Unser Ziel ist es nicht, "Frauenpolitik" o.ä. zu einem Programmpunkt der Piratenpartei zu machen. Wir sprechen nicht für alle Frauen in der Piratenpartei; uns ist bewusst, dass es zu diesem Thema in der Partei verschiedene Standpunkte und Herangehensweisen gibt.
Na, das klingt ja schon mal beruhigend. Aber:
Besonders bei Themen, die sich mit dem Status einer Frau in einer weitgehend männlichen Gruppe beschäftigen, kommt es aber häufiger vor, dass Frauen sich in Anwesenheit von Männern nicht offen äußern.
Nun ja, dass sie sich nicht äussern, mag vorkommen. Doch was genau soll diese Gruppe in diesem Zusammenhang bewirken? Immerhin ist der Status einer Frau in einer weitgehend männlichen Gruppe ein politisches Thema. Wenn hier nun also politische Arbeit getan werden soll, und die Männer allein aufgrund ihres Geschlechts ausgeschlossen werden sollen, dann ist das eine Ohrfeige für sämtliche Männer (deshalb die viele Wut in der Diskussion) und ein glatter Verstoß gegen §1 der Satzung:
(1) Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine Partei im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und des Parteiengesetzes. Sie vereinigt Piraten ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, des Standes, der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung und des Bekenntnisses, die beim Aufbau und Ausbau eines demokratischen Rechtsstaates und einer modernen freiheitlichen Gesellschaftsordnung geprägt vom Geiste sozialer Gerechtigkeit mitwirken wollen. Totalitäre, diktatorische und faschistische Bestrebungen jeder Art lehnt die Piratenpartei Deutschland entschieden ab.
Also, um beim Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates bla bla, also kurz politischen Arbeit werden alle vereinigt. das heisst, kein Pirat darf ausgeschlossen werden. Auch nicht aufgrund seines Geschlechts. Steht explizit in der Satzung.
Von der Satzung mal abgesehen ist das auch eine Ohrfeige, weil damit behauptet wird, die Männer seien zu (dieser) politischer Arbeit unfähig und würden nur stören. Deshalb gibt es so viel Wut in der Diskussion
Dabei ginge es auch anders. Angenommen, diese Gruppe würde explizit nicht dazu dienen, politische Arbeit zu machen, sondern lediglich dazu, eine wie auch immer definierte Gruppe darin zu schulen und zu fördern, solche politische Arbeit in den dafür zuständigen Arbeitsgruppen zu tun, dann wäre das was Anderes. In der Praxis würde sich das von dem, was Lena vorgeschlagen hat, kaum unterscheiden. Ob in dieser Gruppe nun das neueste Käsekuchenrezept diskutiert wird, oder die Stellung der Frau in einer von Männern dominierten Gruppe, ist egal. Denn welche Diskussion auch immer, sie dient dann nicht der politischen Arbeit, sondern der Vorbereitung darauf oder der Förderung dazu. Und da die Notwendigkeiten und Methoden der Förderung sehr unterschiedlich sind, sollte es auch kein Problem sein, diese Fördergruppe auf die zu beschränken, auf die diese Fördergruppe zugeschnitten ist. Und wenn das zufällig per Geschlecht ist, was soll's.
Aber die politische Arbeit sollte in dafür vorgesehenen Arbeitsgruppen getan werden. Und von diesen Gruppen darf Niemand ausgeschlossen werden. Auch die Stellung der Frau in einer von Männern dominierten Gruppe ist ein Thema für solch eine Arbeitsgruppe. Aber das muss gemeinsam diskutiert werden, sonst verraten die Piraten ihr Selbstverständnis.
Wenn diese Gruppe nun nicht als Arbeitsgruppe, sondern als Fördergruppe aufgefasst wird, dann hat das auch für die geförderten nur Vorteile. Denn anstatt sich auf die Schwächen (die Unfähigkeit, sich unter Männern zu äussern) zurüchzuziehen, werden die Frauen hier darin geschult, diese Schwäche zu überwinden. Denn die Arbeit muss ja immer noch in gemischt-geschlechtlichen Gruppen erledigt werden. Also, nach der Schulung/Förderung geht's raus ins harte Leben und an die Arbeit. Für Alle.
Ich habe keine Ahnung, ob dieser Vorschlag jemals von einem Piraten überhaupt nur wahrgenommen wird. Aber für den Fall, dass, hier ist er.
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Gender Mainstreaming
Wed, 03 Mar 2010 11:40:44 +0100
Leider ist es nicht möglich, zu dem Artikel einen etwas längeren Kommentar zu verfassen. Manchmal braucht man aber ein paar mehr Worte, um seine Gedanken zu Papier (resp. zu Bildschirm) zu bringen. daher schreibe ich meinen Kommentar eben hier.
In einem wichtigen Punkt liegt die gesamte Diskussion daneben. Es ist zwar richtig, dass es "typisch männlich" und "typisch weiblich" gibt. Richtig ist aber auch, dass die individuelle Streuung wesentlich größer ist als die Differenz der Durchschnitte.
Falsch ist in diesem Zusammenhang aber der Gedanke des Gender-Mainstreaming. Nur, weil Männer auch weibliche Eigenschaften haben (manche mehr als viele Frauen), und Frauen auch männliche Eigenschaften haben (manche mehr als viele Männer), ist das noch lange kein Grund, diese individuellen Unterschiede auf Teufel komm raus zu nivellieren und zu Einheitsbrei zu verrühren.
Frauen in Hosen? Warum nicht? Hosen sind in bestimmten Situationen das bessere Kleidungsstück. Davon wächst einer Frau kein Pimmel. Sie vermännlicht dadurch nicht. Es sei denn, sie meint, dass das damit untrennbar verbunden sein muss. Ich hatte mal einen Klassenkameraden, der Frauen in Hosen sexuell attraktiver fand, weil man da die Figur besser sehen könnte. Nicht mein Geschmack, aber es hat doch wohl Jeder das Recht auf seine ganz individuelle Persönlichkeit.
Männer in Röcken? Heisses Thema. Hart an der Grenze zum Tabuthema. Dabei ist ein Rock für alle Tätigkeiten, die man im sitzen ausführt (Büroarbeit, Computer, …) das bessere Kleidungsstück. Davon fällt einem Mann der Pimmel nicht ab. Aber für nahezu alle Frauen sinkt die sexuelle Attraktivität eins solchen Mannes auf Null.
Was ich lieber anziehen würde? Keine Ahnung. Aber ich würde es vorziehen, das selbst entscheiden zu können. Und wie sieht für mich die sexuelle Attraktivität eines Mannes im Rock aus? Exakt Null. Und in Hose? Ebenfalls exakt Null. Ich steh nicht auf Männer. Für mich sind Frauen attraktiv. In Röcken etwas mehr als in Hosen.
Pärchen, bei denen man nicht unterscheiden kann, wer hier Mann und wer Frau ist? Na und? Das geht für dieses Paar präzise zwei Menschen was an, nämlich eben diese Beiden. Und wenn sie die Jeans und Lederjacke trägt, und er unter der Burka steckt? Na und, wen geht's was an, ausser diesen Beiden?
Was ich aber echt zum Kotzen finde, ist, wenn irgend so ein Schreibtischtäter, schimpfe er sich nun Politiker, Soziologe oder Philosoph, meint, all die interessanten und individuellen Unterschiede platt machen zu müssen.
Hoch lebe der Unterschied!
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Schöpfungsgeschichte
Wed, 03 Mar 2010 10:39:40 +0100
Der hier ist einfach zu gut, um so einfach in der Versenkung zu verschwinden. gefunden in einem Kommentar zur Gender-Diskussion in Die Welt:
Und dann erschuf ER den Mann. Und als er sah, was er erschaffen hatte, war er zufrieden. Und dann erschuf er das Weib. Und als er sah, was er angerichtet hatte, erschuf er den Alkohol.
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Schnellsurfer
Wed, 03 Mar 2010 09:28:35 +0100
Die neuen Browser werden immer schneller. Obwohl ich die Umsetzung der Standards für wichtiger halte, Geschwindigkeit ist deswegen noch lange nicht unwichtig.
Der schnellste Browser ist wohl Googles Chrome, sehr dicht gefolgt von Opera. Safari liegt auf einem soliden dritten Platz, Firefox auf Platz 4.
Was fällt auf? Na? Richtig: Der Internet Explorer kommt hier überhaupt nicht vor.
[…]der Internet Explorer 8 ist bei allen Benchmarks so weit abgeschlagen, dass die schlechten Werte von Microsofts Browser die Aussagekraft der Benchmark-Grafiken zunichte gemacht hätte.
Gut, ja, Geschwindigkeit ist nicht Alles. Die Umsetzung der Standards (CSS3, HTML5) ist wichtiger. Und wir wissen ja, wie vorbildlich der IE dies umsetzt.
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Kommentarkultur
Tue, 02 Mar 2010 12:01:30 +0100
Kommentarkultur mal aus einer anderen Perspektive. Zur zeit kocht ja dank der Piratinnen die Gender-Diskussion wieder hoch. Und da wollte ich bei Nicole einen Kommentar hinterlassen. Und zwar diesen hier:
Kein Einwand. Nur eine Ergänzung. Genauso wie es für Jeden (Schüchternen) sinnvoll und wichtig ist, die eigenen Redefähigkeiten zu verbessern, so ist es für die geübten Redner wichtig, ihre Fähigkeiten im Zuhören zu verbessern. Denn das Problem liegt nicht einseitig bei den Schüchternen, sondern zu 50% auch bei den in der Öffentlichkeit glänzenden Rednern.
Es gibt viele Talente. Kaum Einer hat sie Alle. Oft sind die Stillen und Leisen die kreativsten Ideenentwickler. Anstatt wie in den meisten Parteien den Fokus auf das sich-produzieren-können zu legen, sollte man bei den Piraten sehr viel Wert auf das zuhören-können legen.
Nun ja. Graphisches Captcha. Schlecht. Bei meinen mangelhaften Sehfähigkeiten sehr mühsam. Aber gerade noch so entzifferbar. Und dann bekomme ich das hier als Antwort:
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Na toll. Dann wird das wohl Nix mit dem Kommentar. Auch eine Art Ausgrenzung. gegen ältere Bürger mit Sehbehinderung und erweitertem Sicherheitsbedürfnis.
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Nix Vorratsdatenspeicherung
Tue, 02 Mar 2010 10:49:09 +0100
Wenn ich das im Radio eben richtig verstanden habe, dann hat das BVG gerade entschieden, diesen Murks komplett zu kippen. Ist nicht kompatibel mit dem Postgeheimnis. Gratuliere.
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Klarmachen zum Gendern
Mon, 01 Mar 2010 09:08:44 +0100
Nein,
gendern
ist nicht sächsisch und heisst nicht auf hochdeutschkentern
. Es ist vielmehr der Versuch der Frauen in der Piratenpartei, einen auf Genderdiskussion zu machen. Frauen sind ja so benachteiligt und brauchen einen geschützten Raum, wo sie vor den Angriffen der bösen Männer sicher sind.Zunächst haben die Frauen ein Wiki eingerichtet und eine Mailingliste, beides ausschließlich Frauen vorbehalten. Das mag man finden, wie man will. Aufgrund einer Kollision mit der Parteisatzung wurde Beides kommentarlos gelöscht. Das wiederum mag vielleicht satzungskonform gewesen sein, war aber auch ziemlich dumm. Kommentarloses Löschen ist ein denkbar schlechter Weg. Und bei diesem Thema ganz besonders schlecht.
Davon abgesehen, dass ich ein solches
über-den-Mund-fahren
überhaupt nicht gut finde, halte ich andererseits aber von solchen weiblichen Extrawürsten gar Nichts. Schön, es gibt Frauen, die sich nicht so recht trauen, in einer größeren Gruppe ihre Meinung offen zu vertreten. Die gibt es, keine Frage. Derart schüchterne Männer gibt es eben so oft. Bei Frauen ist eine gewisse Schüchternheit gesellschaftlich akzeptiert. Einer Frau, die etwas schüchtern ist, wird speziell von den Männern gerne geholfen. Einem schüchternen Mann hilft Niemand, am allerwenigsten die Frauen. Mir scheint, der Ruf nach einem Forum nur für Frauen ist eher der Profilierungssucht einiger weniger eben nicht schüchterner Frauen geschuldet als einer Notwendigkeit.Profilierungssucht gibt es natürlich überall. Vermutlich war der übereifrige Löscher auch so einer. Aber weder die Profilierungssucht noch das Abschotten vor der
bösen Welt da draussen
hilft Irgendjemandem. Am Allerwenigsten bringt es irgendeine Sache voran. Anstatt sich auf eineInsel der Seeligen
zurückzuziehen und wesentliche Teile der eigenen Partei auszuschließen, wäre es besser, darüber zu diskutieren, wie man die Stillen und Schüchternen in der eigenen Partei ohne Ansehen des Geschlechts fördern könnte. Denn oft sind es die Stillen und Schüchternen, die die wirklich guten Ideen haben.Ein reines Frauenforum über Mode, Schuhe und Menstruation? Von mir aus, wen interessiert's. Aber Alles, was in der Partei an Sachfragen vorhanden ist, Alles, was die Partei als Ganzes angeht, sollte auch von der Partei als Ganzes erarbeitet werden. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht bedeutet noch lange nicht irgendwelche Vorrechte.
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Ausgezählt
Mon, 01 Mar 2010 08:35:54 +0100
Heute wird unser Stromzähler ausgetauscht. Ich werde also irgendwann eine Zeit lang offline sein.
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Nervende Webseiten
Sun, 28 Feb 2010 09:18:11 +0100
Webseiten nerven. Jedenfalls dann, wenn man zwischen dem Klick und dem Anzeigen der Seite auch gerne mal einen Spaziergang mit dem Hund um den Block machen könnte.
34 Prozent aller Internet-Surfer (Consumer) geben einer Webseite ganze zehn Sekunden, bevor sie wegklicken und sich bei der Konkurrenz bedienen. Ungeduldige sechs Prozent laufen schon nach drei Sekunden Wartezeit über.
Nun ja, ich weiss zwar nicht, warum es dazu einer neuen Studie bedurfte, denn diese Tatsache ist seit den Urzeiten des Webs bekannt. Aber falsch ist das heute trotzdem immer noch nicht. Webseiten, die gefühlte Ewigkeiten brauchen, bis sie geladen sind, nerven einfach. Webseiten wurden schon immer voll gepackt mit den neuesten Spielsachen, nur damit der Webdesigner zeigen konnte, dass er das auch kann. Der Webdesigner suggeriert Fachkompetenz und beeindruckt arglose Kunden. Das fing spätestens an, als man mit HTML 2.0 auch Bilder in Webseiten integrieren konnte. Da musste plötzlich Jeder zeigen, dass er dieses ganz neue Feature auch schon drauf hatte. Unabhängig davon, was zur Informationsübermittlung nötig war, wurden Bilder sehr schnell auch rein dekorativ eingesetzt, weil es ja so
cool
aussieht. Daran hat sich bis heute Nichts geändert, nur, dass es heute noch mehr sein muss, und nicht nur Bilder, sondern auch Flash, Filme, Musikgedudel, Animationen und was auch sonst immer Aufmerksamkeit beschert. Man argumentiert damit, dass das Internet heute doch gegenüber früher sehr viel schneller geworden ist, und vergisst dabei, dass die benötigte Bandbreite dabei überproportional gewachsen ist.Dabei gibt es ein paar Hilfsmittel, mit denen man das Laden einer Seite drastisch beschleunigen kann. Und es gibt Designrichtlinien des W3C, mit denen das Laden überflüssiger Dekoration auch ganz unterbleiben kann, was das Laden der Seite weiter dramatisch beschleunigt. Denn was soll zum Beispiel das ganze aufwendige visuelle Design einer Seite, wenn diese von einem Blinden aufgerufen wird? Trotzdem muss der ganze Mist auch für einen Blinden geladen werden, egal, ob der damit was anfangen kann oder nicht. Das muss nicht sein. Deshalb gibt es die Designrichtlinie vom W3C, die besagt, dass in die HTML Datei nur Inhalt und Bedeutung (Semantik) kommt, das ganze Aussehen (also auch die Dekoration) kommt in die CSS Datei. Das Laden dieser Datei kann ein Browser auch komplett unterlassen. Daneben haben CSS Dateien noch weitere Vorteile. So halten sie das Design einer Seite zentral, so dass bei einer Änderung nur noch diese Seiten geändert werden müssen, und nicht mehr die HTML Dateien. Und solch eine CSS Datei muss nur ein mal geladen werden und kann danach bei den Folgeseiten aus dem Cache geholt werden. Auch das beschleunigt nochmals sehr.
Cache
Um eine beliebige Datei (auch ein Bild, eine Animation, ein Flash oder was auch immer) aus dem Cache holen zu können, muss diese Datei allerdings auch dort sein. Und der Browser muss wissen, wie schnell sich das Original ändert. Also angenommen, die Datei, um die es geht, wäre z.B. ein Hintergrundbild. Sowas ändert sich normalerweise nicht so arg schnell. Per Defaulteinstellung gehen die Browser und ggf. auch die Server davon aus, dass sich so eine Datei wohl etwa eine Stunde lang nicht ändert. Eine Stunde? Also, bei mir ändert sich dieses Hintergrundbild wenigstens 1 Jahr lang nicht. Kann man das dem Browser mitteilen? Man kann! Für den Apache gibt es dazu die .htaccess Datei. In dieser kann man für jedes Verzeichnis und für jede Datei und/oder jeden Dateityp angeben, wie lange sich diese Datei voraussichtlich nicht ändern wird. Meine sieht z.B. so aus:
ExpiresActive ON ExpiresDefault "access plus 2 months" ExpiresByType image/jpg "access plus 6 months" ExpiresByType image/jpeg "access plus 6 months" ExpiresByType image/gif "access plus 6 months" ExpiresByType image/png "access plus 6 months" ExpiresByType image/svg+xml "access plus 1 month" ExpiresByType text/css "access plus 1 month"Für die Details, was man da wie konfigurieren kann, verweise ich auf die Apache Dokumentation. Damit die Seiten dieses Blogs hier auf dem Bildschirm des Surfers etwas zügiger aktualisiert werden, gibt es in dem Verzeichnis eine eigene .htaccess, die dann diesen Inhalt hat:
ExpiresDefault "modification plus 2 hours"Also alle 2 Stunden könnte ein neuer Artikel erscheinen. In dem Verzeichnis werden aber nur die (X)HTML und RSS Dateien neu eingestellt, die Bilder bleiben bei einer sechsmonatigen Ablaufzeit. Mit diesen Einstellungen erreiche ich trotz des graphisch nicht ganz und gar trivialen Designs sehr flotte Ladezeiten.
All diese schönen Beschleunignungsmöglichkeiten (es gibt noch mehr, z.B. Wiederverwendung von Graphiken) kann ein Webdesigner oder ein Webmaster natürlich auch torpedieren. Für jede Datei, die dynamisch erzeugt wird (aus einer Datenbank zum Beispiel) gilt, dass die Ablaufzeit Null ist. Solch eine Datei kann also gar nicht gecachet werden. Für die üblichen Blogs bedeutet, das, dass die jeweiligen HTML Dateien jedes einzelne Mal neu generiert und neu über die Leitung geschickt werden. Selbst der Artikel vom letzten Jahr, der sich mit nahezu 100% Wahrscheinlichkeit nie mehr ändern wird, selbst dieser wird immer noch als so hochdynamisch erachtet, dass er immer noch dynamisch aus der Datenbank erzeugt wird und dynamisch über die Leitung geschickt wird. Solche Dynamik torpediert jede Cache-Strategie und verlangsamt das Surfen.
Eine weitere Rolle spielt natürlich die Belastung des Servers. Hoch belastete Server wie die Gravatar Server brauchen nun mal Zeit, bis sie die Anfrage bedienen können. Das ist in diesem Fall aber nicht unbedingt schlimm, da subjektiv dieser Langsamkeitseindruck nur bis zu dem Punkt entsteht, ab dem man die Seite nutzen kann. Wenn während des Lesens die Gravatare irgendwann nachgereicht werden, ist das nicht schlimm. Es sei denn, durch das Rendern des Gravatars springt der Inhalt der Seite woanders hin. Um das zu vermeiden, muss nur in der HTML Datei die Größe des Bildes mit angegeben werden. So kann, bis der Gravatar verfügbar ist, ein Platzhalter in der richtigen Größe angezeigt werden. Dadurch muss der Text nicht mehr neu gerendert werden, die Seite bleibt während des Ladens der Gravatare nutzbar.
Entscheidend ist, ab wann die Seite nutzbar ist. Nehmen wir einmal ein sehr krasses Beispiel an. Nehmen wir an eine Seite mit einem schwarzen Hintergrund und einer weissen Schrift. Nehmen wir an, der schwarze Hintergrund wird durch eine Graphik erreicht. Was ist zu sehen, nachdem die HTML Datei geladen wurde, aber noch nicht die aufwendige Graphik? Nun, weisser Text auf weissem Hintergrund. Hier wird die Seite also erst nutzbar, wenn die Hintergrundgraphik auch vollständig geladen ist. Das muss nicht sein. Man kann zusätzlich auch den Hintergrund per CSS einfach als schwarz definieren. Dann wird anfangs nicht die aufwendig gestaltete schwarze Hintergrundgraphik gezeigt, die Seite sieht anfangs nicht ganz so toll aus, aber sie ist bereits nach dem Laden der HTML und CSS Datei nutzbar. Und nur diese Zeit bestimmt das subjektive
Timeout
des Surfers. Ein Nachreichen der schönen Hintergrundgraphik stört dann nicht mehr. -
L.Hadron and the Colliders
Fri, 26 Feb 2010 18:21:35 +0100
Think Geek covert The Who. Einfach genial:
Ganz großes Kino!
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Terrorlinux
Fri, 26 Feb 2010 18:02:14 +0100
Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) wendet sich derzeit an die US-amerikanische Regierung, sodass diese Open Source Software wie raubkopierte Werke werten soll. Alle Länder, die quelloffene Software unterstützen, gelten als Feinde des Kapitalismus.
Whow! Also Jeder, der was zu verschenken hat, ist ein Pirat? Wie geil ist das denn? Und die Feinde des Kapitalismus, das sind doch alles Terroristen, oder? Dürfen wir demnächst mit einer Invasion von US-Truppen rechnen, die uns mit Waffengewalt von Linux und Firefox befreien? Gelegentliche Kollateralschäden an Windows-nutzenden Zivilisten eingeschlossen? Dann werden wir also endlich befreit von der allgegenwärtigen Diktatur von quelloffener Software und dürfen uns frei und reumütig der industriellen Profit-maximierten Software anvertrauen. Ich kann es kaum erwarten. Vermutlich dürfen wir bereits in Kürze mit der Fortsetzung der
Die Hard
Serie rechnen, in der Bruce Willis in gewohnt Action-geladener Manier gegen das böse Imperium der Terrorprogrammierer zu Felde zieht. Aber nicht angucken, weil damit macht man ja temporär eine Kopie des Films auf der Netzhaut. -
Unfollow
Fri, 26 Feb 2010 10:03:43 +0100
Dass die Marotte, möglichst viele private Daten überall bei allen möglichen kommerziellen Dienstanbietern herumliegen zu lassen, nicht unbedingt besonders empfehlenswert ist, habe ich ja schon hin und wieder geschrieben. Meine Bedenken gingen bislang davon aus, dass diese Anbieter irgendwann mit diesen Daten etwas tun, was ich nicht will (zum Beispiel an Werbetreibende verkaufen). Tun sie natürlich nicht. Noch nicht.
Aber diese sogenannten social networks haben derart an Bedeutung zugenommen, dass sie immer mehr direkt ins Visier von Kriminellen geraten. Eine ganz simple Methode ist dabei, dass ein Krimineller ein
Follower
von Jemadem wird. Je mehr solcher sogenannter Freunde Jemand bei Facebook oder Twitter hat, desto unwahrscheinlicher, dass derjenige prüft, wer sich da als Freund anbietet. Und manche handhaben das mit den Freunden geradezu inflationär. Je mehr Freunde, desto größer das eigene Ego?Da lobe ich mir meine
splendid isolation
auf meiner Bloginsel ohne Twitter und ohne Facebook. In der Regel bin ich für Kriminelle einfach zu uninteressant. Das schützt natürlich nicht absolut. Ich hatte es auch schon mit Kriminellen zu tun, die z.B. meinen Namen und meine Adresse (aus meinem Impressum ersichtlich) für Betrügereien missbraucht haben. Aber Alles in Allem kann ich hier eigentlich ganz in Ruhe vor mich hin bloggen, und Keiner stört mich.Twitter und Facebook komplett aussen vor zu lassen ist nun natürlich nicht notwendigerweise Etwas für Jedermann. Aber z.B. einfach das mit den Freunden weniger inflationär zu handhaben und nur wenige aber persönliche Freundschaften zu pflegen, das dürfte auch im Zeitalter der
social networks
sehr empfehlenswert sein.Weniger ist Mehr!

